Installieren

Es ist sehr zu empfehlen, die Übersetzungen in direktem Zusammenhang mit der Anwendung zu testen. Das ist möglich, wenn Sie Root-Rechte auf einem Rechner mit einer halbwegs aktuellen GNOME-Installation haben. Die Anwendung braucht dazu eine sogenannte „Message-Object“ Datei (.mo), die Sie über msgfmt -cv erzeugen können. Die damit erzeugte Datei muss in das Verzeichnis /usr/share/locale/XX/LC_MESSAGES/ (wobei XX für die Sprachkennung steht) verschoben werden und den Namen des Programms tragen. Beispiele dafür sind metacity.mo oder nautilus.mo. Gelegentlich wird auch die Programmversion im Namen benötigt. Leider gibt es keine einfache Möglichkeit, den richtigen Namen für die .mo-Datei herauszufinden. Hier hilft nur die Suche in Unterverzeichnissen von /usr/share/locale/ nach bereits existierenden .mo-Dateien für andere Sprachen.

Jetzt können Sie die Anwendung starten. Änderungen an .mo-Dateien können die Anwendung zum Absturz bringen. Sollten Sie zum Beispiel gnome-terminal.mo aktualisieren während dieser noch läuft, bereiten Sie sich schon mal auf einen Crash vor …:) Sobald die Datei an ihrem Platz ist, wird alles wie gewohnt funktionieren. Es ist nur die Aktualisierung, die diese Probleme verursachen kann.

Die Locale muss existieren

Das Installieren der .mo-Datei wird nur funktionieren, wenn die Locale auf dem Rechner verfügbar ist. Am einfachsten ist es bei Debian: Hier gibt es einen Befehl dafür. Die Prozedur unterscheidet sich aber bei den verschiedenen Distributionen.

Sobald Sie herausgefunden haben, wie Sie Ihre Übersetzungen auf einem Rechner installieren können, teilen Sie es anderen Interessenten mit, damit diese Ihre Übersetzungen testen können. Andere Leute werden mehr Fehler als Sie selbst entdecken. Nebenbei könnten sie dadurch inspiriert werden, bei den Übersetzungen zu helfen.